Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern im CJD Ribnitz-Damgarten

18.01.2018 CJD Nord « zur Übersicht

Susann Wippermann, MdL MV in der Landtagsfraktion SPD, besuchte am Montag, den 15. Januar 2018 das CJD Ribnitz-Damgarten. Thomas Reiplinger,  Fachbereichsleiter Arbeit und Beschäftigung im CJD Nord, informierte über die Strukturveränderungen im CJD und die damit verbundenen Entwicklungsneuerungen am Standort Ribnitz-Damgarten.

Ein Schwerpunktthema des Gespräches war u. a. der deutlich spürbare Fachkräftemangel im pädagogischen und pflegerischen Bereich, dem dringend entgegengewirkt werden muss. Als ersten Ansatz erwähnte Frau Wippermann die duale Ausbildung für die sozialen Bereiche, die auf Landesebene in der Planung sind. Dieser sehr unterstützenswerte Gedankenansatz entspricht der CJD-Ausbildung zum Erzieher. Für das Flächenland Mecklenburg-Vorpommern könnte für diese Ausbildungen auch ein Teil der Theorie in online-Kursen abgedeckt werden.

Eine besondere Herausforderung in unserer Arbeit sehen wir auch in der gesellschaftlichen Teilhabe der Langzeitarbeitslosen und in der Umsetzung der neuen Gesetzmäßigkeiten durch das BTHG.

Es ist sicherlich richtig, dass wir in Deutschland eine hohe Beschäftigungsquote durch die florierende Wirtschaft haben. Es darf aber nicht verkannt werden, dass Langzeitarbeitslose, die seit Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen nicht integriert werden können, die vertiefende Unterstützung unserer Gesellschaft brauchen. Diese Menschen brauchen Reintegration mit bedarfsgerechter pädagogischer und psychologischer Begleitung. Die aktuellen Instrumentarien der Wiedereingliederung reichen da nicht aus. Eine Reduzierung der zu Verfügung gestellten Gelder in Abhängigkeit zur Arbeitslosenquote und eine restriktive Haltung in der Mitwirkungsforderung sind hier nicht förderlich. Hier ist die Politik gefordert, neue Denkansätze zur Reintegration und Motivation zu gestalten.

Die Arbeit in den sozialen Einrichtungen der Eingliederungshilfe steht ebenso vor neuen Herausforderungen durch die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, aber auch durch den Wandel der Bedarfe. Hier gilt es für unsere Region zeitlich befristete Werkstattangebote für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu schaffen, die eine Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. Wir werden dieses Thema in der Entwicklung der WFBM aufgreifen und Lösungen anstreben.    

Frau Wippermann verdeutlicht, dass diese Themen für die gesellschaftliche Entwicklung in unserem Bundesland von hoher Bedeutung sind und die Landespolitik dies sehr intensiv in den Feldern „Gesundheitswesen“ und „Arbeit“ im Blick hat und bewegt.

Für die Arbeit im CJD Ribnitz-Damgarten mit den Menschen mit Behinderungen betont die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Wippermann abschließend, dass man hier sehr deutlich spürt, wie mit viel Einfühlungsvermögen, fachlichem Können, Engagement und Zielstrebigkeit zum Wohle der Betroffenen zusammen gearbeitet wird. Sie wünscht uns weiterhin viel Erfolg in der Arbeit und bei den weiteren Entwicklungen.