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„INTERFACE“

Immigranten und nationale Integrationsstrategien: Entwicklung eines transeuropäischen Rahmens für die Analyse kultureller und arbeitsmarktbezogener Integration

Projektdauer: 15.12.2006 - 15.06.2008
Förderung: European Commission; DG Justice, Freedom and Security
Programm: INTI – Integration of Third-Country Nationals

Abstract

Die Integration von Migrant/innen in ihre Gastgesellschaften zeigt sich als ein facettenreiches Phänomen, das von Land zu Land und sogar von Stadt zu Stadt variiert. Der Prozess der Integration kann unter unterschiedlichen Gesichtspunkten analysiert werden, wie z.B. im Bereich der Arbeit, der Schule, der sozialen Beteiligung usw. Dieser Prozess ist ein dynamischer und zusammenhängender; die Integration innerhalb eines Bereichs kann die gleiche oder die gegenteilige Auswirkung auf die anderen Bereiche haben.

Zu denen am Integrationsprozess beteiligten Personen gehören Einzelpersonen (Männer, Frauen, Kinder...) und auch Gruppen (z.B. Familien, Institutionen). Einzelpersonen erleben innerhalb eines Haushalts nicht nur unterschiedliche Integrationsniveaus, sondern sie können auch innerhalb unterschiedlicher Integrationsbereiche mal mehr mal weniger integriert sein (z.B. in der Arbeit gegenüber dem sozialem Umfeld). Hier setzen wir mit diesem empirischen Forschungsprojekt an: Wir wollen in allen Partnerländern narrative Interviews mit Familien mit Migrationshintergrund führen, die seit mindestens fünf Jahren in dem jeweiligen Land leben.

Um erfolgreiche Integrationsstrategien und Integrationsmodelle besser verstehen zu können, werden in diesem Projekt verschiedene Integrationsprozesse in unterschiedlichen europäischen Ländern analysiert und beschrieben werden. Es soll damit ein besseres Verständnis für solche Prozesse erreicht werden, die sich auf die Integration des einzelnen Mitglieds eines Haushaltes auswirken.

Indem empirische Untersuchungen in vier verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt werden, soll eine übergreifende, quasi internationale Analyse-Methode von Integrationsprozessen entwickelt werden. Die erhobenen Daten sollen in Form einer Matrix organisiert werden. Diese „Integrations-Prozess-Matrix“ soll dann genutzt werden, um Daten bezogen auf die Integration des Einzelnen, der Haushalte oder auf Länderebene zu organisieren. Durch das Einfügen der Daten in die Matrix soll schließlich ermittelt werden können, ob die beiden Aspekte unserer Untersuchung in einer negativen oder positiven Wechselbeziehung stehen. Anschließend wollen wir uns wieder den Daten zuwenden und untersuchen, welche Faktoren zum Integrationsprozess beigetragen haben. Im Falle einer erfolgreichen Integration sollen diese Faktoren in einer best practice Aufstellung für Integrationsstrategien von Migrant/innen zusammengetragen werden.

Projektabschlussbericht

Partner des europäischen Projektes

 

  • Research Institute for Labour and Social Affairs (RILSA), Prag / Tschechische Republik
  • Group for Study on Ethnicity, Racism, Migrations and Exclusion (GERME) an der Université Libre de Bruxelles / Belgien
  • The Psychoanalytic Institute for Social Research (IPRS) in Rom / Italien
  • Finnish Youth Research Network – Helsinki / Finnland

Das Projekt wurde koordiniert vom CJD Eutin.