beyond

Ein Projekt jenseits kultureller Zuschreibungen

Migration, Integration, Diversität und Interkulturalität sind Begriffe, die längst in unserem Sprachgebrauch verankert sind. Dennoch sind weiterhin Ressentiments und Verunsicherungen gegenüber Drittstaatler*innen im Einwanderungsland Deutschland sowie der zunehmenden gesellschaftlichen Diversität spürbar und wachsen stetig an. Die Gründe hierfür sind vielseitig und beruhen zumeist auf Unwissen bezüglich Migrations- und Integrationsphänomenen, steigenden fremdenfeindlichen Einstellungen in der Bevölkerung und fehlenden persönlichen Begegnungen, insbesondere im ländlichen Raum. Ein wirkungsvolles Instrument zur Begegnung von Unsicherheiten stellt die Wissensvermittlung zu Themen der Migration und Integration dar, die durch die Weitergabe durch Multiplikator*innen nachhaltig in der Gesellschaft verankert wird. 

Allerdings ist festzustellen, dass bisher etablierte Didaktiken und Konzepte in den Bereichen der Jugend- und Bildungsarbeit häufig durch symbolische Rollenspiele oder landeskundliche Inhalte weiterhin eine Differenzierung zwischen Kulturen vermitteln und begünstigen. Hieraus entstehen negativ behaftete Zuschreibungen zwischen „unserer Kultur“ – häufig verstanden als Leitkultur - auf der einen und der vermeintlich „fremden Kultur“ auf der anderen Seite.

Das Projekt „beyond“ wirbt für eine Aufhebung jener Kategorisierungen und plädiert für die Implementierung eines innovativen Ansatzes jenseits kultureller Zuschreibungen, der sich an der Empirie zu Transkulturalität und Diversity orientieren soll. Hierfür ist es das Ziel des Projekts, Fortbildungsmodule zu konzipieren und Akteur*innen der offenen Jugendarbeit, der Jugendverbände, der Juleica-Ausbildungen sowie Pädagog*innen in Schulen in ihrer Funktion als Multiplikator*innen zu erreichen und ein verändertes, transkulturelles Verständnis jenseits von (inter)kulturellen Zuschreibungen zu vermitteln, welches an die jeweiligen Kontexte angepasst ist.

Nachhaltiges Ziel des Projektes ist es, Ressentiments und Verunsicherungen in Hinblick auf Diversität abzubauen und den gesellschaftlichen Blick auf die Zielgruppe der Drittstaatler*innen positiv zu gestalten, um das Einwanderungsland Deutschland für Integration zu sensibilisieren und die Aufnahmegesellschaft zu öffnen.

Das Projekt „beyond – Ein Projekt jenseits kultureller Zuschreibungen“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert und aus Mittelns des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren kofinanziert.

Projektleitung

Eckart Müller-Bachmann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gloria Glogau

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Sebastian Mohr

Designpädagoge

 

Robin Schröer

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