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Online-Seminarreihe zur Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung für Trainer*innen im Jugendfußball

Mit organisatorischer Unterstützung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) wurde für Trainer*innen von Jugendfußballmannschaften die online-Seminarreihe auf der Homepage des Verbandes und durch unterstützende Kommunikation von Seiten der Verbandsreferenten Herrn Andy Watzlawczyk (Soziales) und Herrn Paul Musiol (Qualifizierung) zu den interessierten Trainer*innen beworben. Der Ankündigungstext zur Seminarreihe wurde auf der Homepage (www.shfv.de) folgendermaßen veröffentlicht:  

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreunde, der Fußball ist für viele Jugendliche ein wichtiger Bereich der Sozialisation und Erziehung und spielt eine bedeutende Rolle in deren Entwicklung. Sportvereine und ihre Umgebungen können leider auch Plattform und Bühne für Radikalisierungsprozesse von jungen Menschen sein. Den Trainer*innen und Betreuer*innen kann deshalb eine Schlüsselrolle bei der Prävention zukommen: Sie sind diejenigen, die eine relevante pädagogische Rolle innehaben und die jungen Mitglieder in ihrer Entwicklung begleiten. Allerdings sind Radikalisierungsprozesse oftmals schwer auszumachen und/oder es fehlt an geeigneten Mitteln, diesen begegnen können. Zur Sensibilisierung für das Thema bietet der SHFV in Kooperation mit dem CJD (www.cjd-nord.de) vier Online-Seminare mit jeweils einem Wiederholungstermin zur Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung im Jugendfußball an. Das Projektteam beim CJD – Gloria Glogau und Eckart Müller-Bachmann – vermittelt themenrelevante Informationen, skizziert Maßnahmen zur Prävention von Radikalisierungsprozessen Jugendlicher in Sportvereinen, zeigt Handlungsempfehlungen auf, stellt Lernmaterialien zur Verfügung und beantwortet Fragen in lockerer Interaktion mit den Teilnehmenden. Die Online-Seminare werden über das Videokonferenz-System BlueJeans durchgeführt. (…)“

An vier Terminen wurden die Seminare unter folgenden Titeln abgehalten: Einführung und Kurzvorstellung der Themen "Sensibilisierung", "Prävention" und "Alternativen" am 05.03, anschließend am 17.03. unter der BezeichnungSchwerpunkt Sensibilisierung: Was bedeutet „radikal“?“, darauf folgend am 20.04. unter dem Titel Schwerpunkt Prävention: Welche Rolle spielen Trainer*innen?“ und abschließend am 26.04. Schwerpunkt Alternativen: Gegenreden zu extremistischen/radikalen Erzählungen“.

Die Anzahl der Teilnehmer*innen lag zu jedem der o.g. Termine bei zehn Teilnehmenden, unter anderen waren Jugendfußballtrainer*innen und DFB-Stützpunkttrainer*innen und externe Referenten anderer Fußballverbände zu gegen. Die Seminare waren angesichts der knapp bemessenen Zeit (105 Minuten je Seminar) größtenteils im Vorlesungscharakter konzipiert, beinhalteten dennoch interaktive Elemente, in denen die Trainer*innen kurz über Aspekte des Skizzierten sprechen konnten bzw. ihre Erfahrungen mit angesprochenen Sachverhalten aus dem eigenen Trainings- und Spielbetrieb schildern konnten. Die Teilnehmenden schätzten die theoretischen Inhalte der durchgeführten Seminare und baten in einzelnen Beiträgen um eine Fokussierung auf die Anwendbarkeit theoretischer Inhalte in die Praxis. Die angesprochene Verhältnismäßigkeit spiegelt letztlich auch die größte Schwierigkeit der jeweiligen Seminarkonzeptionen; das Projektteam war sich einerseits nicht sicher, inwiefern die konzipierten Inhalte zu Theorie lastig seien und andererseits auch unsicher, wie sie die praktische Anwendbarkeit einzelner Sachverhalte in dem der Pandemie geschuldeten Onlineformat der Seminare vermitteln sollten. Letztlich lässt sich aus Sicht des Projektteams reflektieren, dass die vorgesehene Zeit für die geplante Wissensvermittlung recht knapp bemessen war, diese Bemessung aber wiederum vor dem Hintergrund der ehrenamtlichen Tätigkeit der Trainer*innen und deren entsprechend geringem Zeitbudget nur begrenzt geschehen konnte. Eine abschließende Evaluation durch die Teilnehmenden generiert eventuell weitere Kritik und zusätzliches Lob.

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Kontakt

CJD Nord
Lange Straße 41
24306 Plön

Tel.: 04522 765 73 92

Eckart Müller-Bachmann Gloria Glogau

Projektbeteiligte

Instituto Psicoanalitico per le Ricerche Sociali
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.
Universidade Católica Portuguesa
Alma Mater Europaea
Centro Sportivo Italiano
MMA Klub Maribor
Instituto Português do Desporto e Juventude, I.P.