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Fachstelle Bidaya - Prävention von Religiös begründetem Extremismus

Rechtsgrundlage
BMFSFJ Demokratie leben

Bidaya stammt aus dem Arabischen und steht für hier „(Neu-)Anfang“ oder „Beginn“. Diese Bedeutung ist sinngebend für die Arbeit der Fachstelle. Bidaya signalisiert, dass die Fachstelle auf der einen Seite einen Auftakt bietet, wie in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Thema des religiös begründeten Extremismus umgegangen werden kann. Auf der

anderen Seite bietet sie Menschen, welche von Radikalisierung bedroht sind oder sich bereits im Prozess befinden, die nötige Unterstützung für einen Neuanfang. Darüber hinaus bietet die Fachstelle Bidaya einen Anfang zum Umdenken: weg von Vorurteilen und der Sorge, in jedem Menschen muslimischen Glaubens könnte eine potentiell radikalisierte Person stecken.

 

Daher ist das Ziel der Fachstelle Bidaya, die potentielle Gefahr, die von religiös begründetem Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern ausgeht, adäquat präventiv zu begegnen. Mit dem präventiven Ansatz wird sie einem Handlungsbedarf gerecht, der sich über die letzten Jahre herauskristallisiert hat. Interkulturelles Zusammenleben soll durch ihre Arbeit gefördert werden, wodurch einer Besorgnis vor religiös begründet extremistischem Verhaltens (u.a. Gewalt) vorgebeugt werden kann.

 

Das Angebot und die Arbeitsweise von Bidaya

 

Institutionell wurde die Einrichtung der Fachstelle Bidaya durch die interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) „Handlungsrahmen Demokratie und Toleranz“ beschlossen. Die landesweit wirkende Fachstelle Bidaya schafft somit eine Struktur, die staatlichen Stellen, zivilgesellschaftlichen Trägern und in unterschiedlichem Ausmaß betroffenen Einzelpersonen kompetente Ansprech- und Kooperationspartner*innen im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus bietet. Die Regionalzentren für demokratische Kultur können als regionale Erstkontaktstellen für Anfragen genutzt werden und bei Bedarf wird an die Fachstelle Bidaya vermittelt. Darüber hinaus kann jede*r auch persönlich Kontakt aufnehmen.

 


Zielgruppe:

  • Pädagogische Fachkräfte
  • Staatliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen
  • Von Radikalisierung gefährdete und bereits radikalisierte Personen
  • Bezugspersonen und Angehörige (Familie, Freunde, Lehrkräfte, etc.)

 

Handlungsbereiche:

  • Fortbildungen und Workshops zur landesweiten Sensibilisierung in Interkulturalität, religiös begründetem Extremismus und Erhöhung der Handlungssicherheit
  • Beratung (u.a. zu Handlungsoptionen)
  • Beratung und Begleitung für Distanzierungs- und Ausstiegswillige
Religiös Extremismus